Klubschau in Oer - Erkenschwick
im Stimberghotel vom 04. - 06.09.2015


Erlebnisbericht aus der Sicht von Neueinsteigern:


Nach 6stündiger baustellenverseuchter Anreise, erreichten wir gegen 19 Uhr endlich
Oer-Erkenschwick. Als wir uns dem Stimberghotel näherten, verriet uns lautes Bellen vieler wuscheliger Wollknäule, das wir uns auf dem richtigen Parkplatz befanden. So viele Pulis auf einem Haufen. Beim Einchecken im Hotel ging es dann munter weiter – noch mehr Pulis! Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Nachdem wir unsere Sachen auf’s Zimmer geschafft hatten, liefen uns immer wieder Pulis samt Frauchen und Herrchen über den Weg, was erstmal mit einem lauten Bellen kommentiert wurde. Es gab ja so viel zu entdecken.
Hungrig betraten wir den Essensraum, sahen zunächst nur leere Tische. Aber als wir dann um die Ecke bogen, fiel uns sofort eine große Tafel aus vielen zusammengestellten Tischen auf. Zuerst wurden ein paar Wuschel auf uns aufmerksam, die uns lautstark ankündigten, so dass auch Frauchen und Herrchen aufblickten. Sofort kamen verschiedene Puli-Besitzer auf uns zu und begrüßten uns ganz herzlich.
Nun bekam auch Katja Möwius für uns ein Gesicht. Bis dato hatten wir nur telefoniert oder gemailt. Sie hatte auch gleich unsere ganzen Namen parat. Nachdem unser Toni angemessen begrüßt wurde, konnten wir uns zu der großen Runde gesellen. Zwischendurch musste man immer aufpassen, wo man seine Beine ließ.  Der Gang zur Toilette glich einem Hindernislauf. Auch musste man ausreichend Zeit einplanen, da man nicht umhin kam, jeden einzelnen „Wegelagerer“ durchs Fell zu fassen.
Nach einer gesetzten Viertelstunde waren wir auch nicht mehr die Neueinsteiger. Wir hörten viele lustige Geschichten aus dem Leben der Pulis und deren Besitzern. Nach und nach kamen immer mehr Teilnehmer mit ihren wuscheligen Familienmitgliedern aus allen Ecken Deutschlands und darüber hinaus. Sogar ein Paar aus Luxemburg saß am anderen Ende der Tafel.
Wir konnten den ganzen Abend nach Herzenslust über unser neues Familienmitglied reden, Anekdoten erzählen und liefen auch nach einer halben Stunde ausführlicher Erlebnisberichte nicht Gefahr, in gelangweilte Gesichter zu blicken.
Fazit: Wir fühlten uns gut aufgehoben.
Nach einem erholsamen Schlaf und anschließendem reichhaltigen Frühstück ging es am Samstag, den 05.09.15 um 11.00 Uhr los zum gemeinsamen Spaziergang. Den ganzen Vormittag konnte man Neuankömmlinge beobachten, sogar Puli-Verfallene aus Holland und Ungarn waren dabei. Und wir fanden unsere 6stündige Autofahrt schon anstrengend und völlig ausreichend. Während des Spaziergangs fing es an zu regnen. Das hielt dennoch einige der Wuschel nicht davon ab, sich in die Pfützen zu stürzen, um das „Nass“ komplett zu machen. Als wir unseren Toni so betrachteten – klitschnass und dünn – waren wir beruhigt, dass es sich bei seiner Körperfülle doch nur um Fell handelte. Zu was so ein Regenguss doch gut sein kann. 50 Pulis waren mit ihren Frauchen und Herrchen unterwegs.
Nach dem 1 ½ stündigen Spaziergang ging es im Hotel weiter. Nach einem gemeinsamen Mittagessen gab es für alle Interessierten eine von Katja Möwius geführte Informationsrunde zum Thema: Zucht.
Wer mit wem und warum, was zu beachten ist, was für Untersuchungen man einholen sollte, etc. In einem anderen Raum war alles zum Thema „Fellpflege“ Programm, es wurde gezottet, was das Zeug (äh, Fell) hielt, gleichzeitig wurde Ringtraining geübt.
Im Nebenraum wurde alles für das Fotoshooting von unseren Süßen vorbereitet. Die liebe Catrin Moritz setzte unsere Wuschel so richtig in Szene und es wurden großartige Fotos daraus.
Draußen fand noch ein Agility Parcour statt, zu dem wir aber nicht viel beitragen können, weil wir im Hotel beschäftigt waren.
Der Tag wurde mit einem gemeinsamen Essen beschlossen. Draußen wurde für uns gegrillt und während wir es uns schmecken ließen, moderierte Katja Möwius durch den Abend. Es wurden Mitarbeiter, Helfer, Freunde des Puli-Klubs geehrt und ausgezeichnet. Nette Geschichten in dem Zusammenhang erzählt und ratz-fatz neigte sich auch dieser ereignisreiche Tag dem Ende.
Sonntag, 06.09.15 – der große Tag!
Eva Meyer hatte gleich nach dem Frühstück alle Hände voll zu tun: Es ging ans Richten. Unterstützt wurde sie von den Ringhelfern der Familie Klautke. Bei der Puppyclass  wurden die Lütten begutachtet und man konnte mitunter ein lustiges Durcheinander beobachten. Im  Großen und Ganzen haben alle den Ernst der Lage erkannt und sich wacker geschlagen.
Beim Juniorhandling machten unsere Kleinen mit ihren kleinen wuscheligen Freunden eine richtig gute Figur. Hoffentlich sind sie beim nächsten Jahr wieder mit von der Partie.
Dann wurden alle restlichen Klassen abgehandelt und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Zwischendurch – damit man den Ort des Geschehens nicht verlassen musste – wurden vom Hotel Gulaschsuppe und Getränke gereicht.
Dann gab es noch eine Deckrüdenvorstellung. Interessierte konnten sich ein besseres Bild über den potentiellen Partner machen, sich austauschen oder einfach nur erstmal „beschnuppern“.
Außerdem wurden die Würfe der einzelnen Züchter und deren Verwandtschaftszweige untereinander präsentiert. Verwandtschaften kamen zu Tage von denen man noch gar nichts wusste. Ist schon was anderes, ob man die Namen auf der Ahnentafel liest oder die wahrhaftigen Pulis vor sich sieht. Sogar den Opa von Toni haben wir kennengelernt. Der Mama von Toni nebst Frauchen sind wir ja das ganze Wochenende nicht mehr von der Seite gewichen. Zu groß ist die Entfernung, sich mal eben zu besuchen und somit mussten wir das Beisammensein auskosten.
Um 16.00 Uhr war dann schon alles wieder vorbei. Wir machten noch einen Spaziergang, bevor wir die Rückreise antraten und stiegen mit einem wohlig-zufriedenen Gefühl, vollgepackt mit neuen Eindrücken ins Auto. Während der Fahrt ließen wir das Erlebte Revue passieren.
Resümee: Das war ein tolles Wochenende und wir danken allen ganz herzlich, die dazu beigetragen haben.
Besonderer Dank geht an Katja Möwius: Wir bewundern deinen Einsatz!
Natürlich sind wir nächstes Jahr wieder dabei und freuen uns schon drauf.

Familie Ludewig mit Anton vom Wiembach im September 2015

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