Puli-Spaziergang in Echt/Niederlande

Das Navigationsgerät ist sicherlich von einem Pulibesitzer erfunden worden, der an einem Spaziergang des Puli-Klubs teilnehmen wollte. Der Treffpunkt wäre auch toll bei einer Bildersuchfahrt gewesen. Der Familie de Vos ist es sogar gelungen mein Navi ratlos zu machen, da gab es einen Straßenabschnitt, den nicht einmal das GPS kannte und der meinen Bildschirm leer ließ. Aber nur Mut, einfach weiterfahren, und siehe da, irgendwann stellte sich das Straßenbild auf dem Bildschirm wieder ein.

Wir landeten in einer wunderschönen Gegend, die einen zeitweise ein bisschen an die Lüneburger Heide oder den Berliner Grunewald erinnerte. Sandige Wege, Kiefernwälder mit immer wieder freien Stellen die unsere Pulis zu Wettrennen einluden. Einfach wunderschön! Bis auf das eine oder andere kurze Abklären der Rangordnung gab es keinerlei Schwierigkeiten zwischen den Hunden. Das Wetter hatte auch ein Einsehen mit unseren langhaarigen Kameraden, kurz es war alles wie bestellt.
 

               


Der Autor hat vergessen zu zählen, aber geschätzte 20 schwarze und zwei weiße Pulis und ein Kuvasz begleiteten uns und ließen andere Hundebesitzer die uns begegneten , staunend zurück. Leider ist meine Nase nicht so sensibel wie die eines Pulirüden. Meine schwarze Hündin vor ca. 20 Tagen heiß, deshalb hatte ich keine Bedenken sie mitzubringen, aber sie muss doch noch sehr einladend gerochen haben, es tut mir leid , dass ein sehr eifriger Verehrer an die Leine musste.

                           

Der Höhepunkt unseres Spaziergangs war dann gegen Ende ein wunderschöner See wo sich die heißen Gemüter unserer Hunde abkühlen konnten. Bei Pulis gibt es, nach meiner Erfahrung, nur zwei Möglichkeiten, entweder sie sind Ästheten und machen einen großen Bogen um jede Pfütze, und schon erst recht um jede Bademöglichkeit, oder sie lieben das Wasser und sind überhaupt nicht wieder herauszukriegen. Nun ich habe von jeder Spezies eine. Leider ist die weiße Barack der Badeengel. Schwimmen ist ihre große Leidenschaft, dagegen ist ja nichts zu sagen wenn sie sich nicht danach leidenschaftlich nach allen Seiten im Sand wälzen würde. Der Verbrauch an Staubsaugerbeuteln in meinem Haushalt trägt zum Reichtum der Familie Vorwerk maßgeblich bei. Nach zwei Tagen knirschte es nur noch in den entlegenen Winkeln meiner Wohnung.

Den Appetit den wir uns angelaufen hatten, konnten wir dann in einem kleinen Chinarestaurant in Echt stillen.

Kurz, es war wieder mal ein schönes Zusammentreffen, alte Bekanntschaften konnten aufgefrischt werden, Puli-Plauschs en gros, der Familie de Vos ein herzliches ‚Dankeschön’ für die Organisation. Wir kommen sicherlich alle gerne wieder wenn es heißt Puli-Treffen in Echt!

H.G. Z.

Fotos: Kiel, Zentawer