KLUBSCHAU 2016 IN BERLIN –
EIN PULI – ERLEBNIS…

Ich möchte mich kurz vorstellen:
Mein Name ist Babette Spottka, ich bin 38 Jahre alt und lebe mit meinem Mann Jürgen und unseren beiden Söhnen Tom und Connar in Falkensee – eine Stadt in der Nähe von Berlin.
Betty (meine Namensvetterin) Bamboo hat uns letztes Jahr unseren geliebten Duke of Dreads geboren. Vor vier Jahren starb unsere Ronja – eine Schäferhund-Schnauzer-Mix-Dame, die uns 14 Jahre begleitete. Welche Umstände uns zum Rassehund Puli geführt haben, erläutere ich gern am Ende dieses Artikels.
Denn in diesem Artikel möchte ich hauptsächlich meine Eindrücke der diesjährigen Klubschau des PuK schildern.
Durch den Kontakt zu Daniela Klein, die dieses Jahr die Organisation der Location, des Programms und der Verpflegung übernahm, konnte ich einen Einblick erlangen, mit wieviel Arbeit so ein Event verbunden ist.
Ich freute mich schon im Vorfeld auf den gemeinsamen Puli-Spaziergang. Dieser war bereits im letzten Jahr ein wunderbares Erlebnis. Es ist beeindruckend, wie die vielen Hunde sich und ihre Körpersprache im Freilauf verstehen und eine harmonische Einheit bilden.
Wir hatten dann einen wunderbaren Freitag-Abend bei Kerzenschein im Restaurant Landleben am Sacrower See.
Für das leibliche Wohl war gesorgt, die Stimmung war bestens – ein Außenstehender könnte behaupten, da ist eine große Familie zusammengekommen, die sich freut, sich wiederzusehen und viel zu erzählen hat. Gelegentlich beteiligte sich der ein oder andere Puli am Gespräch…
Am Samstag traf die große Familie dann wieder aufeinander – zu Spiel, Spaß, Show und Wissen. Irgendetwas war immer los,
der Tag auf dem Flughafen verging rasend schnell.
Besonderes Highlight war der Landesgruppenwettbewerb – mit viel Spaß gewann die Landesgruppe Ost. Es ist Tradition, dass das Kind der jeweiligen Landesgruppe den Wanderpokal mitnehmen darf. So konnte sich in diesem Jahr Lucian Ludewig freuen, der eigentlich ein wenig krank war, sich dieses Event aber nicht entgehen lassen wollte. Sein süßer Puli Anton, Toni genannt, darf nun von seinen Erlebnissen bis zur nächsten Klubschau berichten…
Und nun kam der Sonntag…
Irgendwie schienen viele aufgeregt zu sein, einschließlich ich...
Zur 24. Klubschau des Deutschen Puli Klubs, die Stephan und Yvonne Klautke organisierten, waren 30 Hunde, 3 Zuchtgruppen und 6 Juniorhandler gemeldet. Der Richter, Dr. Hartwig Auernhammer traf bereits am Samstag ein und gab bereitwillig Auskünfte zum Thema Erbkrankheiten beim Puli. Seine Liebe zum Puli war deutlich zu spüren. Mit großer Sachkenntnis und einer Portion Humor beurteilte er die Hunde.
Sophie Lenzinger und Conny Loennecker kümmerten sich um das „Schriftliche“. Stephan Klautke leitete die Ausstellung und Yvonne Klautke stand als Ringhelferin stets bereit.
Diese Ausstellung hatte viele Helfer, so stellten beispielsweise Tessa Sizaret und Sabine Hornung Fotos zur Verfügung.
Für einen absoluten Neuling im Thema „Rassehundausstellung“ wie mich, war es ganz schön schwierig, die verschiedenen Eindrücke und Gegebenheiten zu verarbeiten. Auch unserem Duke schien das so zu gehen. Zu Beginn hieß es, erst einmal schauen, wann in etwa es für uns losgeht und die Startnummer abholen.
Es gab viele Kategorien, zuerst starteten die weißen Pulis. Dort konnte sich der Rüde von Frau Kiki Lindner-Ludewig Coco Jambo vom Müllersgrund die Titel „Bester der Rasse“ und später dann auch noch „Bester der Show (BIS)“ sichern.
Als die weißen Pulis sich alle gezeigt hatten, ging es in die nächsten Runden der Andersfarbigen.
Beste in dieser Kategorie war die Junghündin Büba von Frau Varrone Csepreg-Tilosgyöpi.
Zuchtgruppensieger wurde „Impeccable“.
Nun stieg der Adrenalinspiegel noch einmal für die Kids an. Denn am Ende folgte das Juniorhandling. Die fleißigen Kinder hatten mit ihren tollen Hunden die Vorstellung schon am Vortag geübt, konnten verschiedene Wege laufen, den Hund zum Stehen bringen und auch die Zähne ihres Kameraden zeigen.
Dr. Auernhammer hat in kurzer Zeit erkannt, dass die Kinder mit Leichtigkeit ihre Hunde führen können und so entließ er sie recht schnell aus ihrer Aufregung. Er betonte, dass alle sehr gut waren und vergab den ersten Platz des Junior Handlings an Connar Doerfling mit Duke.
Natürlich haben wir uns sehr darüber gefreut, zumal wir wussten, dass Connar damit niemals gerechnet hat!
Ein aufregendes Wochenende näherte sich nun dem Schluss. Viele helfende Hände beteiligten sich an den Aufräumarbeiten, die ersten machten sich auf den teilweise sehr langen Heimweg.
Der ein oder andere genoss Berlin noch ein paar Tage länger.
Durch die WhatsApp Gruppe war man trotz Trennung noch nicht getrennt. Ich muss sagen, dass ich eigentlich kein Vereinsmensch bin, doch der Puli-Klub hat wirklich Charme.
Wir fühlen uns sehr gut und herzlich aufgenommen und freuen uns schon auf den nächsten Treff.
Wie versprochen, nun zu der Frage:
„Warum ein Rassehund, warum ein Puli?“
Für uns war es nach etwa 3 Jahren ohne Hund klar, dass das so nicht geht – uns fehlte das Getapse im Haus. Da wir unseren Connar jedoch eines Allergietestes unterzogen (weil er stark auf Pollen reagierte), bei dem auch eine Hunde- und Katzenallergie bestätigt wurde, kam nicht mehr jeder Hund in Frage. Obwohl bei uns auch eine Katze lebt, auf die Connar nicht reagiert, wollten wir kein Risiko eingehen. Eines Tages stellte Katja Möwius den Puli in der Fernsehsendung „Hund, Katze, Maus“ vor. Wir waren hin und weg und als dann noch der Satz kam: „Der Puli haart nicht und ist für Allergiker geeignet…“, war der Fall für uns klar. Nach einiger Suche und Warterei führte uns das Schicksal tatsächlich zu Katja Möwius, deren Hündin Betty (in die wir uns schon in der Sendung verliebt hatten) Babies erwartete. Duke wurde geboren, es war um uns geschehen und das Warten auf ihn fiel uns sehr schwer. Meine Freundin, die mit ihrem Hovawart regelmäßig an Ausstellungen teilnimmt, fieberte mit uns mit. Ihr sagte ich noch, dass ich so einen Firlefanz wie Ausstellungen nicht brauchen würde. Durch den Wunsch unserer Züchterin Katja, Duke nach Möglichkeit zur Zucht zuzulassen, gelangte ich also doch zur Klubschau und war plötzlich eine Teilnehmerin. Ich gebe zu, anfangs überrollte mich das Ganze etwas. Meine Hovawart-Freundin amüsierte sich…
Nachdem ich nun auch meine zweite Klubschau besucht habe, bin ich überzeugt:
Es lohnt sich und macht Spaß, an dem Fortbestand dieser tollen Rasse beteiligt zu sein!

Babette Spottka