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Wer
oder was ist eigentlich "Krambambulis"?
Etwa seit anderthalb Jahren gibt es unseren Pulizwinger „Krambambulis“. Nun
wird es Zeit, dass wir uns vorstellen und rechtfertigen, dass unsere süßen
kleinen Puliwelpen nach einem Schnaps benannt werden sollen. Ja, ich gebe
es zu, „Krambambulis“ ist ein Danziger Kirschbranntwein und manchmal
benehmen sich unsere Pulis tatsächlich so, als würden sie diesen morgens
in ihren Trinknapf bekommen.
Aber der Gedanke hinter diesem Namen ist nicht das aufgedrehte lustige
Wesen unserer Rasse, nein es ist ihre Anhänglichkeit und Treue.
„Krambambulis“ ist nämlich auch der Titel einer Erzählung von Marie von
Ebner-Eschenbach. Deren Hauptheld, ein Hund, erhält seinen Namen
„Krambambulis“, weil sein Herrchen, der Revierjäger Hopp, ihn einem
Wilderer für zwölf Flaschen dieses roten Gesöffs abgekauft hatte. Es
braucht lange, bis er den Hund erzogen hat und Hund und Herrchen sich
verstehen, dann aber entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen beiden.
Eines Tages stehen sich der Jäger und der Wilderer, die inzwischen zu
erbitterten Feinden geworden sind, im Wald mit geladenen Gewehren
gegenüber. Krambambulis steht zwischen ihnen und wird von beiden gerufen
und gelockt. Der Hund leidet, weil er nicht weiß, zu wem er gehen soll.
Schließlich entscheidet er sich für sein erstes Herrchen, den Wilderer.
Der Jäger erschießt den Wilderer und verstößt den „untreuen“ Hund.
Krambambulis streunt durch die Dörfer und bettelt um Futter, Als der Jäger
merkt, wie sehr er seinen Hund vermisst und ihn suchen will, findet er
Krambambulis tot vor seiner Haustür, „den Kopf an die Schwelle gepresst,
die zu überschreiten er nicht mehr gewagt hatte.“
Wir fanden diesen Namen passend für eine Pulizucht, weil Pulis genau wie
Krambambulis ihrem Herrchen oder Frauchen sehr verbunden sind, weil sie
intelligent und eigenständig sind. Aber bei allen rassetypisch
übereinstimmenden Eigenschaften ist doch jeder Puli eine eigene kleine und
oft eigensinnige Persönlichkeit. Unsere Mascha ist z.B. puliuntypisch
leise, sanft und ein bisschen etepetete (bloß nicht schmutzig machen oder
gar nass werden). Sie ist unsere kleine Prinzessin, bewegt sich elegant
und hat ein wunderschönes Gesicht. Sie verträgt sich mit allen Hunden und
geht fröhlich auf Menschen zu. Bei brisanten Situationen verhält sie sich
diplomatisch und versucht zu beschwichtigen oder sie ignoriert den
Raufbold. Der kleinen Csinos hat sie als Welpe fast alle Rüpeleien
verziehen, aber mit Beginn ihrer ersten Läufigkeit wurde der wilde Feger
mit harter Pfote erzogen.

Csinos – „die Hübsche“ – war wirklich die Schönste der vier Schwestern
ihres Wurfes, aber auch die Frechste, weshalb sie schnell ihren zweiten
Namen „Fritzi“ erhielt. Sie war von Anfang an temperamentvoll und
extrovertiert. Jeder Wunsch, jede Idee, jedes Gefühl äußert sich bei ihr
mit einem entsprechenden Laut. Ihre Äußerungen sind sehr variabel, aber
meistens eben laut. Sie mag es, tiefe Löcher zu graben und im Gegensatz zu
Mascha liebt sie es, nass und richtig dreckig zu sein, so dass man ihr
ursprüngliches blütenweißes Fell oft nur noch erahnen kann. Fritzi ist ein
Kampfschmuser. Oft steht sie vor mir und dreht ihr Schwänzchen wie einen
Propeller, bis ich mich endlich zu ihr setze und ihr den Bauch kraule.

Beide Hunde sind begeisterte Jogger und Bergwanderer, aber sie lieben auch
Stadtausflüge und ganz besonders Gaststätten aller Art. Wenn wir im Sommer
an einem Biergarten vorbei kommen, kann es passieren, dass Mascha und
Fritzi schon mal vorsorglich einen Tisch aussuchen und sich darunter
platzieren, selbst, wenn dort schon Leute sitzen. Pulis sind halt
eigenständig und humorvoll. Sie verreisen gern mit uns, sind ohne Probleme
20 Stunden Fähre gefahren und wissen sich auch in Hotels zu benehmen und
die Herzen des Personals zu erobern.
Unsere Zucht hat leider lange gebraucht, bis sich der erste Erfolg
eingestellt hat. Zwei Mal hat es nicht geklappt, Mascha decken zu lassen,
aber nun erwarten wir in wenigen Tagen unsere ersten Welpen.
Pulitreffen in Erfurt. Fritzis erste Begegnung mit Agility
Mit uns freuen sich viele liebe Pulibegeisterte, die wir im PuK, wo wir
uns sehr wohl fühlen und wertvolle Tipps zur Zucht bekommen haben, kennen
gelernt haben. Ein großes Dankeschön an Gerda, Katja und alle anderen.
Nachtrag:
Gerade als
der Artikel fertig war und ich auf „Senden“ gedrückt hatte, fingen Maschas
Wehen an. Nun sind sie da, die ersten kleinen Krambambulis. Wir sind sehr
glücklich und stolz auf unsere hingebungsvolle Mama Mascha und ihre drei
wunderschönen Kinder. Hier sind sie, die drei neuen PuK-Mitglieder:
Von links nach rechts: Arpad Amun, der verschmuste Sprinter, Anouschka
Afrodite, die zarte Schönheit und Artus Amadeus, unser dickes
Gesangstalent,

Wer mehr über unseren ersten Wurf erfahren möchte, den halten wir unter
www.krambambulis.de. auf dem Laufenden.
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