Zwingerporträt
„Pulizucht von den Powerpulis"

Mein Name ist Daniela Klein, ich stamme eigentlich aus Berlin, wohne aber seit Anfang 2003 mit meinem Mann und meinen zwei Söhnen in Teedorf in Niederösterreich, 27 km südlich von Wien.

Ich bekam 2006 meinen ersten „richtigen“ Puli, „Easy-Fairy vom Tal des Lebens“.

Vorher hatte ich 23 Jahre lang immer Hunde, aber es waren immer Mischlinge aus dem Tierheim. Das waren alles liebe Hunde, aber der Hund, den ich als besonders schlau und lernfreudig in Erinnerung hatte, war mein allererster Hund, „Jule“, die ich als „Pudelmischling“ bekam. Später stellte sich heraus, dass Jule ein Puli oder zumindest ein Pulimischling war.

2006 beschloss ich, dass ich zum ersten Mal einen Rassehund haben wollte. Ich wollte einen Hund, bei dem ich davon ausgehen konnte, dass er fürs Agility geeignet wäre und es sollte ein familientauglicher Hund sein.  Da ich mich nicht für die im Agilitysport allgegenwärtigen Border Collies oder Shelties erwärmen konnte, kam mir wieder Jule in den Sinn, die, hätte ich damals, in den 80-er Jahren, schon Agility betrieben, bestimmt sehr gut für diesen Sport geeignet gewesen wäre. So begann ich, mich im Internet über Pulis zu informieren.

Durch Zufall ( - oder war es Schicksal? - ) kündigte genau zu diesem Zeitpunkt Eva Mayr einen Wurf weißer Pulis an. Da alle meine Hunde vorher schwarz gewesen waren, wollte ich diesmal einen weißen Hund haben. Es passte perfekt.

Eva reservierte mir die kleinste, frechste Hündin und so kam im Sommer 2006 Easy zu uns.

Easy war genau so, wie ich mir meinen Hund gewünscht hatte. Sie lernte sehr schnell, war immer aufmerksam und begeisterte sich genauso wie ich fürs Agility .

Außerdem ist sie der perfekte Familienhund. Sie liebt es, möglichst viel bei uns zu sein, geht mit uns Wandern, Reiten, Schwimmen und im Umgang mit unseren Kindern hat sie das richtige Gespür: wenn meine beiden Söhne zu wild spielen, zieht Easy sich zurück, doch wenn sie zum Beispiel auf dem Boden sitzen und Lego bauen, dann liegt sie mittendrin und genießt es, bei ihnen zu sein. Das tollste ist für Easy natürlich, wenn wir mit den Kindern „Waldabenteuer“ erleben, dann rennt sie immer voran und versucht, die spannendsten Plätze zu entdecken.

Wenn es gerade nichts zu erleben gibt, dann legt sie sich ruhig in eine Ecke, möglichst so, dass sie ihr ganzes „Rudel“ im Blick hat. Genauso macht sie es beim Einkaufen, bei ‚Gaststättenbesuchen, langen Zug- und Autofahrten. Sie benimmt sich einfach so, dass sie immer als angenehmer, gut erzogener Hund auffällt. – Oder eben gar nicht auffällt.

Wenn dagegen „ihre Zeit“ gekommen ist, wenn man mit ihr spielt oder natürlich Agility macht, dann bellt auch sie, das ist doch für einen Puli ganz selbstverständlich, seiner Begeisterung lautstark Ausdruck zu verleihen.

Schnell war mir klar, dass ich mit Easy züchten wollte, damit sie ihre überragenden Eigenschaften weitergeben kann. So stellte ich sie einmal auf einer Hundeausstellung vor, 2008 auf der IHA in Salzburg. Sie errang auf Anhieb ein V 1, CACA, CACIB und BOB und damit die Zuchttauglichkeit.

Über den Namen für die geplante Pulizucht musste ich nicht lange nachdenken.

Easy wurde auf dem Agilityplatz anfangs erst einmal belächelt, weil sie als kleines „Fellknäuel“ anfangs nur still unter einer Bank lag und sich alles anschaute. – Sie schien eigentlich zu ruhig für einen künftigen Agilityhund. Doch als ich mit ihr, als sie etwa vier Monate alt war, altersgerecht mit dem Agility begann, zeigte sie, was in ihr steckt, ihr Temperament, ihre „Power“.

Sobald ihr eine Aufgabe gestellt wird, ist sie sofort „voll da“ und bemüht sich, diese Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit auszuführen. Sie machte im Agility sehr schnell tolle Fortschritte und ihr Tempo im Parcours entlockte uns immer öfter den Ausruf „das ist ja ein Powerpuli“.

Und dabei blieb es. Erst stellte ich Videos und Fotos von Easy’s Aktivitäten auf einen Blog mit dem Namen „Powerpuli Easy in action“ und da ich mir natürlich wünsche, dass Easy’s Nachkommen genauso viel Herz und Power haben werden wie sie, war es nur logisch, dass ich „von den Powerpulis“ auch als Zwingernamen beantragte.

Nachdem Easy im Alter von knapp 4 Jahren die BGH 1 als Prüfungsbeste  ablegte und in die LK 3, die höchste Leistungsklasse im Agility, aufstieg, waren alle Ziele erreicht, die ich mir gesteckt hatte. Also ließ ich sie im Mai 2010 das erste Mal decken.

Am 6. Juli 2010 kamen Easy’s erste Welpen auf die Welt: Ávár, Andor, Aranyos und Aladin. Easy geht auch in dieser Aufgabe voll auf, ist eine liebevolle, pflichtbewußte Mama und sehr stolz auf ihre Söhne.

 

 

Wir sind gespannt, ob die vier ihrem „Familiennamen“ alle Ehre machen. Aber wir sind uns sicher dass, egal welche Aufgabe sie in ihren neuen Familie bekommen werden, diese mit voller Begeisterung und Hingabe erfüllen werden.

Sonst wären sie ja keine Pulis.

 

Daniela Klein, Pulizucht „von den Powerpulis“ 

 http://pulizuchtvondenpowerpulis.blogspot.com/

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