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Zwingerportrait
„vom Felsenmeer“
Historie
Es begann 1975 mit
einem großen, weißen Hund, der einem Nachbarn zugelaufen war. Wir nahmen
uns des Riesen an und fanden heraus, daß es sich um einen Kuvasz, eine der
Ungarischen Hirtenhundrassen, handeln müsse. Durch Inserate konnten wir
die Besitzer von "Falk" ausfindig machen und wir gaben ihn schweren
Herzens zurück. Schon längere Zeit auf
der Suche nach einem zu unserer Familie passenden Hund, gab es für uns nun
keine Zweifel mehr: Ein Kuvasz musste her! Im gleichen Zwinger, aus dem
Falk stammte, wurden wir fündig und erwarben "Greif vom Otzberg". Schon bald wurde für
Greif eine Gefährtin gesucht, und nach ausgiebigem Studium der Blutlinien
und Informationen über die Zuchtstätten in Deutschland entschieden wir
uns für "Mascha aus dem Graingau". Mascha wuchs zu einer großen, sehr
schönen Hündin heran, die auf Internationalen Ausstellungen hoch prämiert
wurde. 1980 bescherte uns Mascha den ersten Nachwuchs: 7 kräftige Welpen.
Die einzige Hündin aus diesem Wurf behielten wir und nannten sie „Aika“. Unser jüngster Sohn,
ein absoluter Hundefan, beschwerte sich darüber, daß er bei unseren
ausgedehnten Spaziergängen keinen Hund an der Leine führen durfte. Für
einen 6-jährigen hatte ein Kuvasz einfach zuviel Kraft und Temperament.
Wir sannen also auf Abhilfe und schenkten ihm eine Tochter der Puli-Hündin
„Agi aus dem Hause Schwarz“, die er bei Klubtreffen kennen- und
liebengelernt hatte. Unsere „Kitty“ entwickelte sich umgehend zum Hütehund
für die Kuvasz, und diese ließen sich jede Bevormundung gutmütig von ihr
gefallen. Es dauerte nicht lange, bis wir, noch absolute Puli-Neulinge,
von dem tollen Charakter dieses kleinen Hundes begeistert waren.
Natürlich bekam auch
Kitty Nachwuchs, und beim dritten Wurf durfte auch sie, wie alle unsere
Hündinnen, einen Welpen behalten: „Ixy“. Sie entpuppte sich als die
Krankenschwester unter unseren Hunden. Alles was klein oder krank war,
wurde gepflegt. Nach dem auch „Ixy“ aus Altersgründen aus der Zucht
ausgeschieden war, kauften wir uns zwei schwarze Puli-Mädchen in Ungarn.
Aus der damaligen, renommierten ungarischen Zuchtstätte „Verecke-Uti“
bekamen wir „Fani“ und, von der Züchterin Toth, die schon etwas ältere „Tothszilvasi
Hattyu“ (genannt Puli) Beide Hündinnen
entwickelten sich vorzüglich. Besonders „Fani“ konnte auf Ausstellungen
für die Rasse werben. „Tothszilvasi Hattyu“ war eine vorzügliche
Zuchthündin, die auch als Mutter unserer 1995 geboren „Isis vom
Felsenmeer“ in die Zuchtbücher einging. „Isis“ hatte insgesamt 6 Würfe mit
21 Welpen. Sie, die an einer Immunschwäche ganz plötzlich mit 8 Jahren
verstarb, war die Pulihündin mit einer wohl einmaligen Bindung zur
Familie. Um 5 Jahre überlebte
unser Rüde „Szabadi Aladin“ (Börni), den wir im Alter von 18 Monaten als
Scheidungshund übernommen hatten, seine Partnerin „Isis“. „Szabadi Aladin“
(Börni) war unser erster maskenfalber Puli. Er wurde häufig, als Deckrüde,
in der Zucht eingesetzt. Parallel zur Pulizucht
wurde bis 2003 die Kuvaszzucht betrieben. Die Jahrzehnte lange, sehr
engagierte Hundezucht, die Arbeit in den Vereinen und die sonstigen
Bestrebungen in diesem Hobbybereich führten zu den Überlegungen, die
Hundezucht fortan in einem etwas kleineren Rahmen fortzuführen.
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Doch ganz ohne Hunde
ging es nicht. Im Jahr 2005 kam aus Ungarn die schwarze Pulihündin „Tikhegyi
Subas Csalfa“ ins Lautertal. Zu ihr gesellte sich, drei Jahre später, die
ebenfalls schwarze Hündin „Quastie von Discher`s Hoff“. In der Zuchtstätte
„vom Felsenmeer“ wurden bis zum Sommer 2010 achtundfünfzig Würfe in das
VDH-Zuchtbuch eingetragen. Knapp die Hälfte davon waren Puli-Würfe.
Erfolge
Als größten Erfolg
unserer Hunde bzw. der Nachzucht werten wir die Tatsache, daß wir seit
über 30 Jahren, auf sehr hohem Niveau, mit gesunden und vorzüglich
geprägten Hunden, den Freundeskreis für diese außergewöhnliche Rassen
erweitern konnten. Das Wesen dieser im Welpenalter durch viele
Umweltreize, durch den Kontakt mit anderen Hunden und Rassen und den
vielfachen, menschlichen Kontakt geformten Welpen, war der Grundstock für
eine Entwicklung, die bei entsprechender Fortführung als Werbung für
unsere Rassen und Zuchtstätte von großer Bedeutung war und ist. Unsere
Philosophie, den Welpenkäufer in der Aufzuchtsphase aktiv an der Prägung
„seines“ Welpen teilhaben zu lassen, wurde immer wieder bestätigt und hat
sehr dazu beigetragen, den Welpenkäufer mit der Rasse vertraut zu machen
Einen weiteren Erfolg sehen wir darin, daß es uns immer wieder gelang,
unser Engagement an einen großen Teil der Welpenkäufer weiterzugeben und
diese sich als Aussteller betätigten, sich in die Vereinsarbeit
einbrachten oder aber selbst züchterisch tätig wurden. Gefördert wurde
diese Entwicklung durch unsere Bereitschaft, das vorhandene und ständig
wachsende Wissen weiterzugeben und als kompetenter Ansprechpartner
jederzeit zur Verfügung zu stehen. Aufgrund der geringen Population und
der immer größer werdenden Abneigung unserer Gesellschaft bezüglich
ehrenamtlicher Vereinstätigkeiten, ein beachtenswerter Aspekt für den
Fortbestand der Rassen. Wer über einen so
langen Zeitraum Hunde züchtet und regelmäßig Ausstellungen besucht, der
wird auch zwangsläufig mit seinen Hunden hierbei erfolgreich sein. Wir
gehören jedoch nicht zu den Züchtern, die Ausstellungserfolge mit
Zuchterfolgen gleichsetzen und geradezu einer Ausstellungshysterie
verfallen sind. Wir sehen Ausstellung eher als Orientierungshilfe für
unsere züchterische Tätigkeit und als Möglichkeit, die Rasse der
Öffentlichkeit nahe zu bringen.
Aufzucht
Zur Aufzucht der
Welpen stehen uns zwei je 24 qm große Hundezimmer zur Verfügung. Sie
sind mit Fußbodenheizung und einem leicht zu reinigenden Kunststoffboden
ausgestattet. An die Hundezimmer schließen sich 50 qm Freiauslauf an,
der zu einem mit Gras, Bäumen und Sträuchern bewachsenen, etwa 2000qm
großen, eingezäunten Garten führt. Hundezimmer und Ausläufe haben direkten
Kontakt zu unserem Wohnbereich. Wir züchten nach der
Zuchtordnung des Deutschen Puli Klub e.V. und der übergeordneten
Zuchtordnung des Verbandes für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH). Dies
bedeutet nicht nur, daß unsere Welpen VDH-Ahnentafeln erhalten, sondern
daß wir die sehr strengen Zuchtbestimmungen, die durch den Verein
kontrolliert werden, einhalten müssen. Dazu gehört z.B., daß die
Zuchttiere auf Hüftgelenksdysplasie (HD) geröntgt sein müssen und eine
bestimmte HD-Stufe nicht überschritten werden darf. Untersuchungen der
Kniegelenke (Patella) und der Augen, durch entsprechende Fachtierärzte,
bieten größtmögliche Sicherheit dafür, daß nur gesunde Hunde in der Zucht
eingesetzt werden. Darüber hinaus kann inzwischen, durch
Genuntersuchungen, die Vererbung der Fellfarben zuverlässiger vorher
bestimmt werden. Durch Einlagerung von Genmaterial aller gezüchteten
Welpen, lassen sich auch nach vielen Jahren eventuelle Erbkrankheiten
analysieren und bekämpfen. Die Muttertiere dürfen
nur einmal jährlich einen Wurf haben. Die Elterntiere müssen angekört
sein, d.h., ihr Erscheinungsbild wird von einer Körkommission beurteilt.
Bei kleinen Fehlern wird durch Auflagen sichergestellt, daß der Partner
nicht den gleichen Fehler aufweist. Es müssen konkret vorgeschriebene
Aufzuchtbedingungen vorhanden sein, Impfungen und Entwurmungen müssen
vorgenommen werden. Das Mindest- und Höchstalter der Zuchttiere ist
vorgeschrieben, eine Hündin darf, wenn sie eine bestimmte Anzahl von
Welpen im Wurf hatte, erst nach längerer Schonzeit wieder belegt werden.
Diese
Zuchtvoraussetzungen und Aufzuchtbedingungen, verbunden mit einer
30jährigen Zuchterfahrung und der extensiven, kynologischen- und
wissenschaftlichen Fortbildung im gleichen Zeitraum, gewährleisten ein
Höchstmaß an erbgesunden und wesensmäßig, optimal geprägtem, Nachwuchs.
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Zuchtstätte für
Ungarische Hirtenhunde, Familie Gerda Händschke, Am Kochengraben 39, 64686
Lautertal, Telefon 06254-7234,
http://www.felsenmeer.de
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