Mitglied im VDH und FCI  

Welche Pflege braucht ein Puli?

Bei der Pflege des sich von Natur aus bildenden Zotthaarkleides muß man alles vergessen, was man je über die Haarpflege beim Hund gehört hat. Das Puli Fell eines Welpen wird anfangs nur mit den Händen gepflegt. Wenn das Tier älter ist, benötigt der Besitzer später nur noch eine Schere. Bis zum Alter von ca. 10 Monaten besteht die einzige Pflege darin, die Haut des Welpen mit den Händen ausgiebig zu massieren, also den Hund zu kraulen. Dabei kann man bereits die sich bildenden Haarspitzen zwischen Daumen und Zeigefinger beider Hände nehmen und bis zur Haut auseinanderziehen.

Die Pflege der Zotten beginnt

Mit der Geschlechtsreife beginnt der Puli, das Baby-Haarkleid in Form von zarten Flusen abzustoßen. Gleichzeitig beginnt jetzt das nachwachsende Haar von der Haut her zu verfilzen. Das nun erforderliche Zotten (Auseinanderziehen der Haarspitzen) beginnt. Bei nimmt man die sich ineinander verdrehten Haare und teilt diese durch Auseinanderziehen. In dieser Phase legt man die Dicke der Schnüre fest. Dabei muss man darauf achten, dass man die Zotten nicht zu dünn anlegt. Ansonsten brechen sie ab. Je nach Fellstruktur kann es sein, dass das Babyfell zwischen den Zotten herausgenommen wird. So entstehen die Schnüre, die bis runter zur Haut gehen. Es ist relativ schwierig, das Zottenkleid zu beschreiben. Daher haben wir ein Video gemacht, das mehr sagt als tausend Erklärungen.

Dennnoch macht es Sinn, sich mit einem versierten Puli Herrchen oder Frauchen zu unterhalten und das Zottenkleid einmal zeigen zu lassen. Dabei klären sich eine Vielzahl an Fragen ganz von alleine. Gerne können Sie uns auf einem der vielen Puli Treffen besuchen oder bei Puli Spaziergängen uns begleiten. Natürlich zeigen wir Ihnen gerne wie man zottet. Dann sehen Sie auch gleich ganz unterschiedliche Fellstrukturen. Das Zotten bleibt aber immer gleich.

Die Zotten sind angeht, jetzt folgt die ganz normale Fellpflege

Bei einer gut angelegten Zottenstruktur muss nur darauf geachtet werden, dass die Zotten wieder bis auf die Haut herunter auseinandergenommen werden. Denn bei dem nachwachsenden Fell würde sich ansonsten eine Fellplatte bilden, denn die lebendigen Haare drehen sich um die abgestorbenen Haar. Nimmt man jeweils eine Zotte in jede Hand und zeiht sie langsam in entgegengesetzte Richtung, so trennt man die unten zusammengewachsenen Haare wieder auf. Die Zottnsind ein bisschen länger geworden. In dieser Zeit genügt gelegentliches Nachzotten. Oft bietet sich das im Rahmen einer Kuschelaktion vor dem Fernseher an.

Haarpflege Zotten

Gebadet wird der Puli nur, wenn er sich in Fäkalien oder Ähnlichem gewälzt oder bei Durchfall den Po verschmutzt hat. Ansonsten ist es dem optischen und Geruchsempfinden des Besitzers überlassen, wie häufig der Puli gebadet wird. Normalerweise reicht s aus, den Puli zweimal im Jahr zu waschen. Normales, rückfettendes Haarshampoo ist ausreichend, bei Verschmutzung durch Schlamm oder Erde genügt klares Wasser. Bei vollbehaarten Rüden ist es anzuraten, gelegentlich die unteren Zotten im Bauchbereich kurz durchzuwaschen.
Ein erwachsener Puli verliert fast keine Haare mehr, eine eventuell abreißende Zotte kann man einfach aufheben.

Puli badenLesen Sie hier alles zum Thema Puli waschen

oder

interessante Tips zum Thema Puli trocknen.

 

 

Pflegetipp

Im Bereich der Pfoten sollte man das Haar gelegentlich zurückschneiden, damit sich unter den Ballen keine Matte bildet. Die Ohrmuscheln sollen kontrolliert und gegebenenfalls auch gereinigt werden. Das sollte man überhaupt bei jedem Hund mit Hängeohren machen. Bei starker Behaarung in den Ohren ist es anzuraten, diese herauszuzupfen. Sprechen Sie Ihren Züchter darauf an. Er wird Ihnen dies alles gern an seinen eigenen Hunden demonstrieren.

Welche Haltungsbedingungen braucht ein Puli?  Der Puli braucht den engen Kontakt zu seiner Familie, die ihm sein Rudel ersetzt. Er eignet sich nicht als Zwingerhund, was nicht heißt, dass er sich nicht auch gerne draußen aufhält. Ein Leben als Haushund mit freiem Auslauf im Garten, das gefällt dem Zotteltier am besten. Wenn Sie ihm keinen Garten bieten können, müssen Sie bereit sein, mehrmals täglich mit ihm einen Ausflug zu machen. Haben Sie einen oder mehrere Hunde, dann wird die Umstellung und Eingewöhnung Ihrem Puli leichter fallen und er wird sich schnell als Hüter der Meute aufspielen. Ein Teil der Erziehung und Bewegung wird dann vom Rudel übernommen, das zu einer Entlastung beiträgt.

Wir haben weitere interessante Anworten zum Thema "Häufige Fragen" für Sie zusammengestellt.

Kommentarmöglichkeit geschlossen